Kulturstadt Berlin: Bewahrung von kulturellem Erbe

Modul 26

Berlin ist eine Kulturmetropole von Weltrang: Mit ihren rund 180 Museen und Sammlungen, 440 Galerien, drei Opernhäusern, acht großen Symphonieorchestern, 130 Kinos, etwa 150 Theatern und Bühnen sowie zahlreichen weiteren Kultureinrichtungen bietet die deutsche Hauptstadt mehr als 1.500 Veranstaltungen täglich. Als Opernmetropole floriert die deutsche Hauptstadt wie keine andere. Sie ist weltberühmt für ihre drei Opernhäuser, Orchester wie die Berliner Philharmoniker und die großen Konzerthäuser. Doch wie kann dieses wertvolle kulturelle Erbe in Zeiten chronischer Unterfinazierung von Kulturbetrieben nicht nur am Leben erhalten werden, sondern auch gesellschaftlich relevant und vital bleiben? Wie setzt man sich als Kulturinstitution gegen eine übergrosse Konkurrenz durch, ohne jedoch ins Beliebige abzurutschen.

Die Teilnehmenden dieses Moduls werden dieser Frage in Seminaren mit den Intendanten der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper und dem Direktor des neu erschaffenen Humboldt-Forums nachgehen und vor Ort in Berlin erfahren, wie man den Weg vom Elendsverwalter zum identitätsstiftenden Kulturgestalter vollbringen kann.

Modulleitung

Matthias Schulz
   Matthias Schulz

Der 1977 in München geborene Matthias Schulz hat Klavier und Volkswirtschaft studiert. Von 1999 an arbeitete er für die Salzburger Festspiele, unter anderem als Konzertchef. Seit März 2012 ist er kaufmännischer Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum in Salzburg. Matthias Schulz tritt ab 2018 die Nachfolge von Jürgen Flimm als Intendant der Staatsoper Berlin an.

Referierende

Prof. Dr. h.c. Hermann Parzinger
   Prof. Dr. h.c. Hermann Parzinger

1979-1985 Studium der Vor- und Frühgeschichte an der Ludwig-Maximilians Universität München, der Universität des Saarlandes und der Universität Ljubljana, Slowenien, 1985 Promotion, 1986-1990 Hochschulassistenz am Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1991 Habilitation und Privatdozentur in München, 1990-1994 Zweiter Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt, 1995-2003 Erster Direktor der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, 1996 Ernennung zum Honorarprofessor
für Vor- und Frühgeschichte an der Freien Universität Berlin. 1998 Verleihung des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2003-2008 Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin, seit 3/2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin.

 

Dietmar Schwarz

 

  Dietmar Schwarz

Dietmar Schwarz studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in München und an der Pariser Sorbonne. Seine beruflichen Stationen waren das Theater Freiburg, das Bremer Theater und die Oper Frankfurt. 1994 kehrte er als Leitender Dramaturg für Musiktheater an das Bremer Theater zurück. Ab 1998 war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim, von 2006 bis 2012 in gleicher Position am Theater Basel. Unter seiner Leitung wurde das Haus in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift «Opernwelt» zwei Mal in Folge zum «Opernhaus des Jahres» (2009 und 2010) gewählt. Im Sommer 2012 übernahm Dietmar Schwarz die Intendanz der Deutschen Oper Berlin. Er ist Mitglied der Intendanten-Jury des Ring Awards, des Internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung in Graz. Außerdem ist er Mitglied des Think Tank zur Zukunft der Luzerner Theaterlandschaft. Dietmar Schwarz wurde zum Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ernannt.