Recht im Kulturbetrieb II

Modul 18

Mangelnde juristische Grundkenntnisse können bereits bei der Budgeterstellung zahlreiche Stolpersteine zeitigen. Auch eine überhastete Entlassung, eine verpatzte Kollektivverhandlung, eine falsche Mehrwertsteuerabrechnung oder ein ungenügend durchdachtes Compliance-Konzept können eine Bühnenleitung auf Jahre hinaus den Gerichten aussetzen. Während eine strategische Herangehensweise an dieses Thema in der Privatwirtschaft längst zum Standard gehört, wird es in Kulturunternehmen immer noch leichtfertig behandelt, obgleich diese Vernachlässigung mitunter schwerwiegende Folgen haben kann.

Auch die Kenntnis des Steuerrechts sowie der verschiedenen Rechtsformen von Kulturbetrieben ist längst zu einem absoluten «Must» für erfolgreiche Führungspersönlichkeiten im Kulturbetrieb geworden, ohne die weder realistische Budgeterstellungen noch wirtschaftlicher Erfolg möglich sind.

Modulleitung

Prof. Dr. Felix Dasser
   Prof. Dr. Felix Dasser

Felix Dasser ist Titularprofessor der Universität Zürich mit Schwerpunkten im Vertragsrecht und internationalen Verfahrensrecht. Hauptberuflich ist er als Anwalt und Partner der Kanzlei Homburger, Zürich, tätig und leitet das Praxisteam Prozesse/Verfahren. Er arbeitet vorwiegend auf den Gebieten internationale
Handelsstreitigkeiten, Prozess- und Schiedsgerichtsverfahren sowie Wirtschaftsstrafrecht und Compliance. Er berät und vertritt u. a. zahlreiche international tätige Unternehmen aus der Finanzwirtschaft und der Industrie in internationalen Zivilverfahren und regulatorischen Untersuchungen. Im Weiteren berät er Klienten bei grenzüberschreitenden Transaktionen und Auseinandersetzungen. Er wirkt regelmässig als Schiedsrichter in internationalen Handelsstreitigkeiten. Felix Dasser referiert und publiziert ferner regelmässig über Themen im Zusammenhang mit internationalem Privatrecht und mit Prozessund Schiedsgerichtsverfahren. Felix Dasser hält daneben Lehrveranstaltungen insbesondere an der Universität Zürich über Zivilprozess- und Schiedsgerichtsrecht sowie Vertragsrecht und Internationales Privatrecht und ist Mitglied des Leitenden Ausschusses des Executive Master in Arts Administration.

Referierende

Rolf Bolwin
   Rolf Bolwin

Rolf Bolwin (*1950) studierte nach dem Abitur an der Universität in Bonn Jura, Politische Wissenschaft und Geschichte und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt in Bonn. Von 1982 bis 1991 war er Justitiar des Deutschlandfunks in Köln und zuletzt Leiter der Rechtsabteilung. Seit 1992 ist er Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, dem weit über 200 Theater sowie fast 100 Sinfonie- und Opernorchester angehören. Er ist Mitglied des Leitenden Ausschusses des EMAA UZH. Er ist außerdem als Dozent im theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (Weiterbildung Theater- und Musikmanagement) und an der Universität Zürich (Executive Master in Arts Administration) tätig. Rolf Bolwin ist Herausgeber des im Decker-Verlag erschienenen Kommentars zum Bühnentarifrecht.

 

Samuel Roth

 

  Samuel Roth

Samuel Roth ist seit 2014 Direktor (Gesamtleiter) des Musikkollegiums Winterthur. Dieses wurde 1629 gegründet und ist heute eines der führenden Schweizer Berufsorchester. Davor war Samuel Roth, ausgebildeter Rechtsanwalt und Executive MBA HSG, in leitenden Funktionen für das Opernhaus Zürich und das Theater Neumarkt tätig.