Recht im Kulturbetrieb I

Modul 16

Wehe, wem Recht geschieht (und nicht darauf vorbereitet ist)! Kafka mag im «Prozess» etwas übertrieben haben, aber ganz unrealistisch ist seine Erzählung leider auch nicht. Die immer rasantere Verrechtlichung und Verprozessualisierung der Gesellschaft verschont auch die Künste nicht.

In drei Modulen zum Recht im Kulturbetrieb werden Sie nicht zu Juristinnen und Juristen umgepolt, aber hoffentlich zu Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern, die sich nicht unnötig in rechtlichen Fallstricken verheddern. Erfahrene Professorinnen und Professoren sowie Praktikerinnen und Praktiker werden Ihnen die Funktion, das Funktionieren des Rechts nahebringen und die für Sie wichtigen Rechtsgebiete und Rechtsfragen vorstellen und diskutieren. Das Ziel ist, es erst gar nicht zu einem Prozess kommen zu lassen. Vorbeugen ist besser als streiten.

Nach einer allgemeinen Einführung in das Recht und einem Überblick über die verschiedenen Rechtsgebiete werden die Themenschwerpunkte «Bedeutung des Urheberrechts», «Sozialversicherungsrecht», «Vertragsrecht», «Rechtliche Aspekte der Kulturförderung» sowie das Thema «Internationaler Kulturbetrieb, Internationale Rechtsfragen» anhand von zahlreichen Fallbeispielen erörtert.

Modulleitung

Prof. Dr. Felix Dasser
   Prof. Dr. Felix Dasser

Felix Dasser ist Titularprofessor der Universität Zürich mit Schwerpunkten im Vertragsrecht und internationalen Verfahrensrecht. Hauptberuflich ist er als Anwalt und Partner der Kanzlei Homburger, Zürich, tätig und leitet das Praxisteam Prozesse/Verfahren. Er arbeitet vorwiegend auf den Gebieten internationale
Handelsstreitigkeiten, Prozess- und Schiedsgerichtsverfahren sowie Wirtschaftsstrafrecht und Compliance. Er berät und vertritt u. a. zahlreiche international tätige Unternehmen aus der Finanzwirtschaft und der Industrie in internationalen Zivilverfahren und regulatorischen Untersuchungen. Im Weiteren berät er Klienten bei grenzüberschreitenden Transaktionen und Auseinandersetzungen. Er wirkt regelmässig als Schiedsrichter in internationalen Handelsstreitigkeiten. Felix Dasser referiert und publiziert ferner regelmässig über Themen im Zusammenhang mit internationalem Privatrecht und mit Prozessund Schiedsgerichtsverfahren. Felix Dasser hält daneben Lehrveranstaltungen insbesondere an der Universität Zürich über Zivilprozess- und Schiedsgerichtsrecht sowie Vertragsrecht und Internationales Privatrecht und ist Mitglied des Leitenden Ausschusses des Executive Master in Arts Administration.

Referierende

Dario Gallo
   Dario Gallo

Seine betriebswirtschaftlichen Lehrjahre absolvierte der Volljurist (Studium in Mannheim/ Miami, FL) in der Project & Booking-Abteilung der BB Promotion GmbH. In juristischer Hinsicht spezialisierte er sich berufsbegleitend im Urheber- und Medienrecht. Zu seinen Schwerpunkten als Chief Legal Officer und Prokurist der BB Promotion zählen der Bereich Lizenzen, Verlagsrechte, bühnenmäßige Aufführungsrechte sowie die Investment- und Vertragsgestaltung internationaler Co-Produktionen. Als Geschäftsführer der BB Group GmbH und der ESMS GmbH erweitert er seit 2017 die Geschäftsleitung mit dem Ziel, die Zukunft der Branche mit zu prägen und durch seine Überzeugungen zu bereichern.

 

Marc Meyer

 

  Marc Meyer

Marc Meyer (Rechtskonsulent und Stellv. Kaufm. Direktor am Opernhaus Zürich) studierte von 1998 bis 2003 Rechtswissenschaft an der Universität Zürich. Nach einem einjährigen Praktikum am Bezirksgericht Zürich war er im Rechtsdienst des Versicherungsunternehmens Swiss Life als Legal Counsel tätig. 2006 legte er das Rechtsanwaltsexamen ab. Seit 2009 arbeitet Marc Meyer als Rechtskonsulent am Opernhaus Zürich und ist in dieser Funktion für sämtliche Rechtsbelange des Opernhauses zuständig. Ferner erwarb Marc Meyer 2015 nach zweijähriger Weiterbildung den Titel Executive Master in Business Administration der Universität St. Gallen. Herr Meyer ist überdies an verschiedenen Hochschulen als Dozent zu ausgewählten Themen des Theaterrechts tätig und präsidiert seit 2016 den Berufsverband der Schweizer Tanzschaffenden «danse suisse».