Kultur und Gesellschaft V: Netzwerk Kultur – Politik – Öffentlichkeit / Fallbeispiel Schweiz

Modul 31

Kultur gilt als das Andere, Kreative, Zweckfreie. Sie entsteht aber unter den üblichen politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und gesellschaftlichen Bedingungen und Zwängen. Wer im Kulturbereich tätig ist, sieht sich mit diesen Bedingungen und Zwängen konfrontiert. Kulturinstitute werden von Verwaltungs- und Stiftungsräten, von Vorständen und Ausschüssen geleitet. Sie funktionieren nach eigenen Regeln. Staatliche und private Kulturförderer nehmen Einfluss, wählen Projekte aus und lehnen auch solche ab. Auch sie unterstehen eigenen Gesetzmässigkeiten. Wir wollen uns dieses weiten Netzwerks Kultur annehmen. Wie geht man mit diesen Räten und Mächten um? Wir werden das Funktionieren eines grossen Hauses durchleuchten, aber auch nach Best Practice fragen. GastreferentInnen aus der Praxis werden Einblicke geben in die «Geheimnisse» der Beziehungspflege oder die Mechanismen politischer Entscheidfindung.

Modulleitung

Dr. iur. Dr. h.c. Markus Notter

1960 in Dietikon (Zürich) geboren und aufgewachsen
Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich, 1985 Lizentiat
1989 Promotion zum Dr. iur. mit einer völkerrechtlichen Dissertation
1985 bis 1989 wissenschaftlicher Assistent an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
1987 bis 1996 Mitglied des Kantonsrates (Parlament) des Kantons Zürich
1989 bis 1990 Bezirksgericht Zürich
1990 bis 1996 vollamtlicher Stadtpräsident von Dietikon
1996 bis 2011 Mitglied der Regierung des Kantons Zürich, Direktor der Justiz und des Innern (zuständig u.a. für die kantonale Kulturförderung)
2012 Ehrenpromotion zum Dr. iur. h.c. der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich

Heute u.a. Präsident des Europa Instituts an der Universität Zürich, Präsident des Museumsrats des Schweizerischen Nationalmuseums, Verwaltungsratspräsident der Opernhaus Zürich AG, Lehrbeauftragter an den Universitäten Zürich und St. Gallen, Kolumnist für die NZZ am Sonntag und regelmässiger Autor für die ZEIT