Kulturforum I: Pfingstfestspiele Salzburg

Modul 19

«Jedermann erwartet sich ein Fest», heißt es bei Goethe. Ein Fest in der Stadt, von der Hugo von Hofmannsthal sagte: «Salzburg ist das Herz vom Herzen Europas». Zugleich ist der Gründungsgedanke der Salzburger Festspiele, ein Projekt gegen «die Krise, die Sinnkrise, den Werteverlust, die Identitätskrise des einzelnen Menschen, aber auch ganzer Völker» zu etablieren. Im «ersten Aufruf zum Salzburger Festspielplan» von 1919 stehen daher der Friede und der Glaube an Europa im Mittelpunkt, ein einzigartiger und zeitlos gültiger Gründungsauftrag, dem die wohl berühmtesten Festspiele der Welt alljährlich mit einem einzigartigen Spagat zwischen Glamour und gesellschaftlicher Relevanz gerecht werden.

Die Salzburger Pfingstkonzerte wurden erstmals 1973 von Herbert von Karajan organisiert. Seit 2012 hat die italienische Sängerin Cecilia Bartoli die künstlerische Leitung der Pfingstfestspiele inne.

Im Fokus des einwöchigen Besuchs der Pfingstfestspiele stehen Probenbesuche und die Beobachtung der einzelnen Produktionsstadien sowie deren Planung, die künstlerischen Auswahlprozesse von Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern. Die Spielplangestaltung und das Human Resource-Management, die Bereiche Mittelbeschaffung und Absatzmarketing nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Besuche in den Werkstätten vermitteln wertvolle Einblicke in die Komplexität des Festpielalltags.

Rund um die Seminarblöcke finden Veranstaltungsbesuche und Begegnungen mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der Festspiele statt, um so eine Netzwerkplattform für die angehenden Kulturmanagerinnen und Kulturmanager zu bieten.

Patronat

Dr. Helga Rabl-Stadler

Dr. Helga Rabl-Stadler leitet die Festspiele als Präsidentin seit 1995.