Die kulturelle Institution VI: Die elektronischen Medien

Modul 27

«Die elektronischen Medien oder von der mechanischen Braut zur digitalen Hure.»

Mit der flächendeckenden Wirksamkeit der elektronischen Medien ist Marshall McLuhans Diktum aus den 1960er-Jahren erst eigentlich zur Realität geworden: Das Medium selbst ist die Botschaft. Die klassischen kulturellen Genres werden einer umfassenden Transformation unterzogen. In diesem Modul wird nach Aspekten einer durch die elektronischen Medien neuen Wahrnehmung gefragt. Folgende Themen und Fragen stehen zur Debatte:

  • Elektronische Medien als genuine kulturelle Institution
  • Spezifische Kulturtechniken von Radio, Fernsehen und Social Media
  • Neue Lesbarkeit, Sichtbarkeit und Erlebbarkeit der Welt
  • Neue Medien generieren neue Genres und Werte
  • Virtualität und Interaktivität als prägende Gesten
  • Wird das Immaterielle vielleicht lebensweltlich gültiger als die «reale Welt»?
  • Fragen nach echt und falsch, Original und Kopie, Fiktion und Faktum stellen sich völlig neu
  • Walter Benjamins Begriff der «Aura» erfährt eine mediale Umdeutung

Modulleitung

Marco Meier

Marco Meier, geboren 1953 in Sursee (LU), hat in Fribourg Philosophie und Theologie studiert. Als Chefredaktor der Kulturzeitschrift «du», als Redaktionsleiter und Moderator der «Sternstunden» beim Schweizer Fernsehen und als Programmleiter des Kulturradios DRS 2 hat er während 30 Jahren umfassende kulturelle und mediale Erfahrungen gesammelt. Marco Meier ist Mitglied des Vorstands der Kunstgesellschaft Luzern und sitzt im Stiftungsrat der Fotostiftung Schweiz. Er ist assoziierter Fellow des Collegium Helveticum der ETH Zürich und der Universität Zürich.