Die kulturelle Institution III: Das Museum

Modul 9

Verglichen mit anderen Kulturinstitutionen, ist das Museum wohl jenes kulturelle Phänomen, das sich in den letzten Jahren am meisten gewandelt hat und weiterhin dabei ist, sich radikal zu verändern. Die Gründe hierfür sind vielfältig: neue Technologien, die Modifikationen des Handwerks der Konservatorinnen und Konservatoren sowie der Kuratorinnen und Kuratoren, die Wandlung der Präsentationsformen in Kunstmuseen, Kulturhistorischen Museen oder Technikmuseen wie auch die verbesserten Konservierungs- und Restaurierungsformen der Bestände.

Um die Institution «Museum» und seine vielfältigen Formen zu verstehen, muss man zunächst die ersten Museen Europas im 16., 17. oder 18. Jahrhundert, die der frühen Moderne, aber auch die Weltausstellungen und schliesslich die neuesten Museumsgründungen aus Asien und Afrika erfassen. Dies in erster Linie hinsichtlich ihrer Organisations- und Finanzierungsformen, der Sammlungsmethodik, ihrer Konservierungs- und Restaurierungstätigkeiten sowie der Darbietungsformen in dauernder oder temporärer Gestalt.

Ein besonderer Schwerpunkt wird das Museum des 21. Jahrhunderts und der damit verbundene Blick in die Zukunft sein.

Das Modul wird in Zusammenarbeit mit dem Johann-Jacobs-Museum Zürich durchgeführt und findet in den Räumlichkeiten des Museums sowie im Sammlungszentrum des Landesmuseums statt.

Modulleitung

Dr. Andreas Spillmann

Andreas Spillmann besuchte die Schauspielschule Otto Falckenberg in München, studierte Volkswirtschaftslehre in Zürich und promovierte in Basel. Er war Mitarbeiter der Ecofin Forschungs- und Beratungs AG, Abteilung Finanzmarktderivate, und Forschungsassistent an den Universitäten Basel und Zürich. Ab 1993 war er Mitinhaber der Firma B,S,S. Volkswirt-schaftliche Beratung und lehrte Finanzwissenschaft an der Universität Basel. Ab 1998 leitete er die Kulturabteilung im Erziehungsdepartement Basel. Von 2002 bis 2004 war er Kaufmännischer Direktor des Schauspielhauses Zürich und übernahm ab 2004 für ein Jahr auch die Künstlerische Leitung des Hauses. Seit 2006 ist Andreas Spillmann Direktor des Schweizerischen Nationalmuseums.


«Wie sollen heutzutage junge Menschen bereits mit 18, 20 oder 22 Jahren wissen, was ihre Beschäftigung – Jahrzehnte später – mit 50, 60 und 70 Jahren sein wird? Sie brauchen eine fundierte Erstausbildung. Ja, wie bisher. Aber später einmal wird eine Zweitausbildung unumgänglich sein.»

Andreas Spillmann